Sinnvoll üben

Übung allein macht nicht perfekt.
Erst perfektes Üben macht perfekt!

sagt Vince Lombardi, ein international bekannter Football-Trainer. Und der Mann hat Recht! Ob Football oder Bass: Um voran zu kommen, muss man lernen, effektiv zu üben. Sonst können auch fünf Stunden Training pro Tag Zeitverschwendung sein.

Ein Instrument zu spielen lernt sich leider nicht von heute auf morgen. Nimm daher das Üben ernst. Die wichtigste Regel überhaupt: Übe regelmäßig! Es hat keinen Zweck, am Wochenende 14 Stunden zu üben, wenn in der Woche der Bass unbenutzt in der Ecke steht. Jeden Tag ein bisschen ist sinnvoller als ab und zu völlig “auszurasten”.

Übe Dinge, die du noch nicht kannst!
Wer jeden Tag zwei Stunden lang vor dem Fernseher immer die gleichen Übungen runternudelt, verschwendet seine Zeit. Setze dir immer neue Ziele und überprüfe kritisch deine Fortschritte. Dein Lehrer wird dir dabei helfen.

Es kann hilfreich sein, aufzuschreiben, was man üben möchte und sich dann die Übungszeit entsprechend einzuteilen. Ist dann die Zeit für einen bestimmten Programmpunkt abgelaufen, machst Du mit dem nächsten weiter. So stellst Du sicher, daß Du nicht drei Wochen lang nur dein neuestes Lieblingsstück runterdudelst.

Überanstrenge Dich beim Üben nicht!
Neue Übungen können böse in die Finger gehen, und es hat keinen Zweck, mit verkrampften Fingern weiterzumachen. Wenn Du also merkst, es geht nicht mehr, höre auf, entspanne Dich, schüttele ggf. Deine Hand aus.

Der Groove ist alles, und alles muss grooven!

Wenn du nicht groovst, spielst du nicht Bass. Und das Rhythmusgefühl, das du dazu brauchst, musst du trainieren. Dein neuer bester Freund heißt also »Metronom«. Lass ihn immer dabei sein, wenn du übst – er wird dir helfen.

Versuche, so präzise wie möglich zu spielen. Also nicht schneller, weiter, lauter, sondern erst mal schön langsam anfangen. Die Geschwindigkeit kommt dann von allein. Geschwindigkeit ist sozusagen ein “Abfallprodukt” der Präzision. Versuche auch mal, einen Groove »laid back« zu spielen oder ein wenig zu »treiben«. Dein Rhythmusgefühl und damit dein Groove wird es dir danken.

Besorge dir Aufnahmen von anderen Musikern und versuche, sie Note für Note nachzuspielen. Hab keine Angst, dass du deinen eigenen Stil dadurch verlieren könntest. Egal, was du anstellst: Du wirst es nicht schaffen, exakt wie Flea, Billy Sheehan oder Marcus Miller zu klingen. Aber du kannst von ihnen lernen.

Aber das Wichtigste von allem ist aber nach wie vor, dass du Spaß an der Sache hast!

Also: Viel Spaß!